Die Neuverhandlung des Landesmantelvertrags (LMV) läuft bereits seit mehreren Monaten. Obwohl nur noch zwei Verhandlungsrunden anstehen, ist keinerlei Lösung in Sicht. Obwohl jeder zweite Maurer die Branche wegen zu langen Arbeitstagen verlässt, verweigert der Baumeisterverband familienfreundliche Arbeitszeiten für die Bauarbeiter. Im Gegenteil: Die Bauarbeiter sollen noch mehr arbeiten für weniger Lohn. So treibt der Baumeisterverband den Fachkräftemangel erst recht an.
Von der Gluthitze bis zum Dauerregen – der Klimawandel ist Realität. Wer draussen arbeitet, ist zunehmend extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Doch der gesetzliche Schutz bleibt lückenhaft.
Der Berufsbeitrag wird monatlich vom Lohn abgezogen – doch was genau steckt dahinter? Ein Blick auf seine Funktionen zeigt, wie er zur Umsetzung von Gesamtarbeitsverträgen, zur Kontrolle von Arbeitsbedingungen und zur Förderung von Weiterbildung beiträgt.
Vor fünf Jahren wurde das Gleichstellungsgesetz revidiert. Damals sass ich noch im Nationalrat. Wir setzten uns dafür ein, dass aus dem Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung ein Gesetz entsteht, dass unter anderem die Lohndiskriminierung zwischen Frauen und Männern endlich beseitigt. Doch das Gesetz wurde ein zahnloser Papiertiger.
Der Landesmantelvertrag (LMV) für rund 80'000 Bauarbeiter wird neu verhandelt. Die Branche steckt in einer tiefen Personalkrise und die Bauarbeiter brauchen dringend familienfreundlichere Arbeitszeiten. Seit Juli wird verhandelt, doch auch in der zweiten Runde blockierte der Baumeisterverband sämtliche Lösungsvorschläge und forderte stattdessen längere Arbeitstage für weniger Lohn.
Seit 2014 existiert ein Rahmen-Gesamtarbeitsvertrag (Rahmen-GAV) für die Mehrheit des Fahrpersonals im öffentlichen Verkehr im Kanton Zürich. Da die angestrebte Allgemeinverbindlichkeitserklärung des GAV nicht erreicht werden konnte, haben die Arbeitgeber Verkehrsbetriebe Zürich, PostAuto AG und Forchbahn AG und die Gewerkschaften Syna, VPOD, SEV, syndicom und der Personalverband transfair gemeinsam entschieden, den Rahmen-GAV per 31. Dezember 2025 aufzulösen. Die Sozialpartner setzen ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit fort und werden sich weiterhin gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen in der Branche einsetzen.
Syna und die Sonntagsallianz fordern: Der Sonntag muss geschützt bleiben
Letzten Herbst erreichten die Stahlarbeiter/-innen von Stahl Gerlafingen und Swiss Steel mit grossem Engagement, dass die Eidgenossenschaft ihren Unternehmen unter die Arme greift, um die strategischen Recyclingwerke und die Arbeitsplätze zu erhalten. Die Luzerner Kantonsregierung macht jetzt einen Rückzieher. Das ist verantwortungslos und muss vom Kantonsparlament korrigiert werden.
Die Empörung war gross: Ein Vollzeitlohn müsse nicht zum Leben reichen, sagte Roland A. Müller, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, an einer Kommissionssitzung im Juni. Aus Sicht von Syna ist ein solcher Affront nicht hinnehmbar. Im Gegenteil: Angesichts der stetig steigenden Krankenkassenprämien und Lebenshaltungskosten fordert die Gewerkschaft Syna eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 2 % über alle Branchen hinweg.
