Linda Rosenkranz hat mit der Gewerkschaft Syna zurzeit gleich dreifach zu tun: Sie arbeitet nicht nur für unseren Dachverband Travail.Suisse, sondern ist auch Syna-Mitglied. In beiden Funktionen vertritt sie unsere Interessen gerade an der zweiten Frauen*session in Bern.
Der Vorstand von Travail.Suisse, dem Dachverband von Syna, hat für die eidgenössischen Abstimmungen vom 28. November einstimmig die Ja-Parolen gefasst. Syna und Travail.Suisse sagen Ja zur Pflegeinitiative und zum Covid-19-Gesetz.
Der Bundesrat will die Testkosten ab dem 11. Oktober nicht mehr übernehmen. Syna und Travail.Suisse haben sich in der Konsultation für eine Verlängerung eingesetzt. Erfreulich ist, dass der Bundesrat eine wichtige Forderung von Travail.Suisse erfüllt und neu beim repetitiven Testen ein Covid-Zertifikat ausgestellt wird. Ausserdem wird endlich eine wirkliche nationale Impfoffensive angestossen.
Syna und Travail.Suisse sind für die Individualbesteuerung, da sie unabhängig vom Zivilstand ist und die Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt fördert. Dass der Bundesrat einen Bericht zur Individualbesteuerung ohne Auswirkungen auf die Steuereinnahmen vorlegt, ist erfreulich.
Eine 4. Coronawelle ist wahrscheinlich und wird wieder das Gesundheitspersonal treffen. Statt das Gesundheitspersonal zu unterstützen, kommt von der Politik und den Arbeitgebern aber nur heisse Luft. Soll sich etwas ändern, muss das Personal selbst aktiv werden.
Die nächste AHV-Reform ist zwar noch nicht ganz ausgehandelt. Es zeigt sich aber bereits, dass das Parlament das Rentenalter für Frauen erhöhen will. Dabei würde eine Angleichung der Löhne zwischen den Geschlechtern der AHV mehr bringen.
Syna und Travail.Suisse unterstützen den heutigen Entscheid des Bundesrats, den Einsatzbereich des Covid-Zertifikates im öffentlichen Leben zu vergrössern. Die Entwicklung der Pandemie macht diesen Schritt leider notwendig. Kritisch bleibt aber der Einsatz des Zertifikats am Arbeitsplatz.
In der Diskussion um die AHV-Reform steht die Erhöhung des Rentenalters für Frauen so gut wie fest. Damit wird die «göttliche Ordnung» weiter zementiert. Es ist Zeit, dass wir ein Zeichen setzen für echte Gleichstellung bei Lohn und Renten!
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats hat sich mit ihren Vorschlägen zur AHV-Reform dem Nationalrat angenähert. Für die Angleichung des Rentenalters will sie damit etwas mehr finanzielle Mittel bereitstellen und die Mehrwertsteuer stärker erhöhen. Das sind zu kleine Schritte in die richtige Richtung. Für Syna und Travail.Suisse ist klar: Die AHV21 bleibt eine Reformvorlage wider die Interessen der Arbeitnehmenden, insbesondere aber der Frauen.
