Der Freitag war ein wichtiger Tag für die Gewerkschaft Syna und ihre Partnerverbände. Sie trafen sich in Olten zur grossen Gleichstellungskonferenz. Sexuelle Gewalt und Diskriminierung gegenüber Frauen standen im Zentrum. Zudem präsentierte Léonore Porchet vom Dachverband Travail.Suisse die neue Familienzeit-Initiative.
Zur Förderung der Erwerbstätigkeit, gegen den Fachkräftemangel und für den Zusammenhalt aller Generationen der Schweiz: Eine breite Allianz aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und Vertreter:innen der Mitte, Grünen, GLP, alliance F und Travail.Suisse kündigt die Familienzeit-Initiative an und präsentiert die Eckwerte. Lancierung und Sammelstart ist im Frühling 2025.
Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, stellt ernüchtert fest, dass die unerklärte Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern im Jahr 2022 um weitere 0,4 Prozentpunkte angestiegen ist. Das ist ein sehr schlechtes Signal und zeigt, dass die lückenhaften Massnahmen des Parlaments zur Beseitigung der Lohndiskriminierung nicht greifen. Das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann muss deshalb endlich substanziell revidiert werden. Eine erste Massnahme in diese Richtung wird in der Wintersession des Parlaments von Nationalrätin Léonore Porchet, Vizepräsidentin von Travail.Suisse, eingereicht.
Es besteht breiter politischer Konsens, dass die Berufsbildung für die Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt und damit für die Versorgung der Wirtschaft mit Fachkräften äusserst wertvoll ist – wie die Berufsbildung gestärkt werden kann, hingegen schon weniger. Am heutigen Spitzentreffen Berufsbildung war die Attraktivität der Berufsbildung ein Schwerpunkt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, hat dazu klare Vorstellungen, die er heute mit den übrigen Mitgliedern der Verbundpartnerschaft geteilt hat.
Arbeitsbedingter Stress und Erschöpfung nehmen bei Arbeitnehmenden in der Schweiz stetig zu. Es wird immer deutlicher, dass arbeitsbedingter Stress und Erschöpfung mit psychischen Erkrankungen teilweise zusammenhängen. Trotzdem wird der Einfluss der Arbeitsbedingungen auf Gesundheitskosten und Fachkräftemangel in politischen Diskussionen oft ausgeklammert.
Unsere Arbeit prägt unser Leben. Sie ist ein Teil unserer Identität und bestimmt unsere Lebensumstände massgeblich mit. Umso wichtiger, dass alle Menschen einen fairen Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Für Menschen mit Migrationshintergrund ist bereits der Bewerbungsprozess mit zusätzlichen Hürden verbunden.
Im Herbst finden jeweils in vielen Branchen die Lohnverhandlungen für das kommende Jahr statt. Die Gewerkschaften fordern je nach Branche zwischen zwei und fünf Prozent mehr Lohn. Doch worauf stützen sich diese Forderungen?
Die ständerätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-S) hat gestern entschieden, dass sie der gesetzlichen Grundlage für die Auszahlung der 13. AHV-Rente des Bundesrats zustimmt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst diesen Entscheid. Hingegen hat die SGK-S die Finanzierung der 13. AHV-Rente noch nicht abschliessend behandelt. Travail.Suisse erachtet es als dringlich, dass die Frage der Finanzierung rasch geklärt und dem Parlament vorgelegt wird.
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) plant eine weitere Liberalisierung der Sonntagsarbeit. Verkaufsläden sollen künftig an bis zu zwölf Sonntagen im Jahr geöffnet sein dürfen, statt wie bisher nur an vier. Syna lehnt diese Änderung entschieden ab und sieht darin einen klaren Angriff auf den arbeitsfreien Sonntag.
