An der Branchenkonferenz der MEM-Industrie von vergangener Woche haben die Teilnehmenden einen umfassenden Aktionsplan zum Schutz der Angestellten verabschiedet. Darin fordern die Arbeitnehmenden der MEM-Industrie nebst Lohnanpassungen mehr betriebliche Mitbestimmung, die Teilnahme der Arbeitgebenden an der MEM-Passerelle 4.0 und einen besseren Gesundheitsschutz.
Ein 13. Monatslohn, gesicherte Pausenzeiten, ein Lohn, der zum Leben reicht – für viele Arbeitnehmende in Dienstleistungsberufen nach wie vor keine Selbstverständlichkeit. Hunderttausende mehrheitlich weibliche Angestellte sind heute in prekären Arbeitsbedingungen gefangen. Die Gewerkschaft Syna ruft alle dazu auf, sich mit ihnen zu solidarisieren. Am Frauen*streiktag vom 14. Juni 2021 wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen gegen unwürdige Arbeitsbedingungen.
2012 führte das Bundesparlament die Fallpauschalen ein und verwandelte das Schweizer Gesundheitswesen somit über Nacht von einem service public in ein Milliardengeschäft, in dem Gesundheitsversorgung eine ganz normales Produkt ist. Leidtragende sind bis heute die Mitarbeitenden und die Patient/-innen.
Gemeinsame Mitteilung der Sozialpartner syndicom, Syna und viscom. Der 2018 für drei Jahre abgeschlossene Gesamtarbeitsvertrag der grafischen Industrie wäre 2021 zur Erneuerung angestanden.
General Electric (GE) hat das Konsultationsverfahren und damit einen Personalabbau an mehreren Standorten im Kanton Aargau abgeschlossen. Syna fordert: Das soll endgültig der letzte Stellenabbau beim Industrieunternehmen bleiben!
Ein dreizehnter Monatslohn, gesicherte Pausenzeiten, ein Wochenarbeitsplan oder ein Lohn, der zum Leben reicht. Für viele Arbeitnehmende im Dienstleistungssektor sind das keine Selbstverständlichkeiten, sondern reine Utopie. Hunderttausende mehrheitlich weibliche Angestellte sind heute in solchen prekären Arbeitsbedingungen gefangen.
Der Dienstleistungssektor wächst während seine Löhne fallen und der Arbeits- und Sozialschutz erodiert. Die Wohlstandsverteilung bewegt sich so immer weiter auseinander. Ein grosser Teil der Branchen, in denen sich diese prekären Bedingungen ausbreiten, sind die sozialen und Gesundheitsberufe.
Männer sind die Ernährer der Familie, arbeiten deshalb Vollzeit und brauchen dafür einen hohen Lohn. Frauen kümmern sich um Haushalt und Kinder und haben keine Zeit zum arbeiten. Gehen sie trotzdem bezahlter Arbeit nach, dann wegen Haushalt und Kindern nur Teilzeit und eigentlich auch nur zum Spass oder um sich ein «Sackgeld» dazuzuverdienen. Es muss nämlich keine Frau arbeiten, weil ja der Mann arbeitet.
Die Mehrheit der von Armut betroffenen Menschen in der Schweiz sind Frauen. Sie sind über 65 Jahre alt, haben mehrheitlich keinen Schweizer Pass, maximal einen Abschluss einer obligatorischen Schule und leben allein. Sie arbeiten unter prekären Bedingungen gegen schlechte Bezahlung und haben allgemein schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
