Das Industrieunternehmen Saia Burgess Controls (SBC) plant die Entlassung von fast der Hälfte seines Personals inklusive Temporärangestellte am Standort Murten. Diese Entscheidung mit weitreichenden Folgen kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.
Während des Lockdowns erlebte der Detailhandel sowohl eine Explosion der Arbeit als auch den vollkommenen Stillstand. Die Ursachen für die Probleme in der Branche sind aber älter als das Virus – und sie gehen tiefer.
Frédéric Fischer ist seit fast 30 Jahren im Neuenburger Spitalwesen tätig. In diesem Interview zieht er sein Fazit über die Auswirkung der Coronakrise auf das Gesundheitswesen. Der 51-jährige Datenspezialist hofft, dass aus der Krise eine bessere Gesellschaft hervorgehen wird. Zudem stellt der überzeugte Humanist die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens in den Raum.
Pflegefachfrau Karin Grossniklaus ist seit über 30 Jahren im Beruf tätig. Zurzeit arbeitet sie Teilzeit in einem Altersheim im Kanton Bern. Im Interview erzählt sie uns, was ihr am Beruf gefällt – aber auch, was sich dringend ändern muss.
Temporärangestellte und Mitarbeitende mit Abrufverträgen leiden besonders unter der Coronakrise. Dies hat eine Erhebung bei über 5000 Arbeitnehmenden ergeben, die von der Gewerkschaft Syna beraten wurden. Syna fordert die Eindämmung von prekären Arbeitsverhältnissen und eine bessere soziale Absicherung bei Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit.
Syna setzt sich weiter für den bedingungslosen Gesundheitsschutz der Bauleute ein – aber auch allgemein für den Schutz der Arbeitnehmenden. Denn Preis- und Termindruck auf dem Bau nehmen weiter zu, trotz oder wegen Corona.
In den schweizerischen Industrieunternehmen bleiben viele Auftragsbücher wegen der Coronakrise leer. Dafür sollen aber nicht in erster Linie die Arbeitnehmenden büssen müssen.
Als eines der ersten, die wieder öffnen durften, trägt das Coiffeurgewerbe grosse Verantwortung und wird genau beobachtet. Das strikte Einhalten und gar Verstärken des Schutzkonzepts bleibt Schlüssel zum langfristigen Erfolg.
